„Beziehung und Intervention“

FB-1-2022

Leitung: Martina Gmerek
Kunsttherapeutin/ M.A. (NYU)
Diplom-Pädagogin
Graphikdesignerin

Therapie ist ein Beziehungs-Angebot.
Die Kunsttherapie umfasst Material, über das sich vielfältige Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung eröffnen. Neben nonverbalen Medien nutzen Kunsttherapeut*innen ebenso die Sprache als Vermittlung. Sie mischen sich in gestalterische Prozesse ein und bieten sich selber als Person an.
Die Beziehungserfahrungen in der eigenen Lebensgeschichte haben uns von frühster Kindheit an geprägt und wirken unbewusst bei all unseren Handlungen mit. John Bowlby und Mary Ainsworth entwickelten schon in den 1950er Jahren ihre Bindungstheorien, nach denen wir Menschen ein elementares Bedürfnis nach Beziehung haben. Die Beziehungen eröffnen uns überlebenswichtige Vorteile und verhelfen uns zu Selbstvertrauen, zu Liebesfähigkeit und zu einem vertrauensvollen Miteinander.

Interventionen sind im therapeutischen Prozess unerlässlich. Selbst ein abstinentes `im-Raum-anwesend-sein´ kann Einfluss auf den Verlauf der Therapie nehmen.
- Klären, helfen oder stören unsere nonverbalen Eingriffe?
- Wann greifen wir ein, machen ein Angebot, stellen eine Frage, unterbrechen eine Gestaltung?
- Soll eine Gefahr abgewendet werden, handelt es sich um eine unverzichtbare Erklärung oder leitet uns die eigene Beziehungserfahrung?

Da intervenieren -also dazwischen treten- aus dem therapeutischen Beziehungsgeschehen nicht wegzudenken ist, lohnt es sich, dieses Phänomen näher anzuschauen. Im persönlichen Umgang miteinander, auf künstlerischer Ebene und im verbalen Austausch soll die eigene Beziehungsebene erkundet und ihre Wirkung im kunsttherapeutischen Handeln erlebt werden.

Termin 02.04. – 03.04.2022
Beginn: Samstag, 10:00 Uhr
Ende: Sonntag, 17:00 Uhr
Ort PraxisWerkArt
Beate Schultz
Stendaler Str.3
10559 Berlin
Zeitrahmen 16 Stunden á 45 Min.
Teilnehmer 8
Kosten 210 € / Teilnehmer
155 € /  DAGTP Mitglieder
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