Erste Spuren – Letzte Bilder

Kunst- und Gestaltungstherapie im
Generationenbezug
Programm Symposium 2021

17. / 18. September 2021 in Berlin

AUFGRUND DER AKTUELLEN PANDEMISCHEN LAGE KANN ES ZU KURZFRISTIGEN ÄNDERUNGEN IM PROGRAMM KOMMEN. AKTUELLE ÄNDERUNGEN FINDEN SIE AUF DIESER SEITE. 

 

FREITAG, 17.09.2021

10:00 Uhr
Begrüßung

10:30 – 11:30 Uhr
Bilder der Schreimutter als Metapher für frühe Entwicklungen u. Störungen
Dr. rer. soc. Begga Hölz-Lindau
Skizze einer kunsttherapeutischen Kurzzeitbehandlung in der Klinik. Es werden mögliche Auswirkungen früher, traumatisierender Erfahrungen mit Schwerpunkt auf psychodynamische Entwicklungen dargelegt.

12:00 – 13:00 Uhr
Zukunft braucht Herkunft – das Familiengefühl im Wandel
Prof. Dr. phil. Günter Reich
Familienstrukturen und Familienbeziehungen verändern sich ständig. Dies ist kein neues Phänomen, auch wenn es oft so zu sein scheint. Bei allen äußeren Veränderungen gibt es transgenerationale „Unterströmungen“, oft durch zeitgeschichtliche Veränderungen und Brüche bedingt.

13:00 Uhr
Mittagspause (Essen an der Hochschule möglich)

14:15 – 15:45 Uhr
Workshops A - G
Block I

 

Workshop A
Sand-Spuren
Luellin Bienert
Nach einer kurzen Einleitung können im anschließenden Gesprächsaustausch anhand von Beispielen initialer Sandbilder individuelle Spuren und Gestaltungssequenzen aus der einzeltherapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die ganz unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten des Sandspiels für die Teilnehmer:innen erfahrbar werden.

Workshop B
Familienbilder – Familiäre Interaktion in der Kunsttherapie
Anette Haas
Kunsttherapie eignet sich fabelhaft, um im gemeinsamen Gestalten familiäre Konstellationen, Rollen- und Interaktionsmuster zu erleben und sichtbar zu machen. Der praktische – und meist ungewohnte – Zugang und die sichtbaren Spuren können es erleichtern, Eigenheiten zu erkennen, zu bestärken oder zu Veränderung anzuregen. Im Workshop sollen Vorgehensweisen, Werke und Prozesse in Fallbeispielen vorgestellt und diskutiert werden

Workshop C
Kunsttherapeutische und Künstlerische Erfahrungen im Naturraum
Prof. Torsten Hoke
Dieser Workshop soll Einblicke geben und Möglichkeiten eröffnen, die im Zusammenhang mit der Nutzung natürlicher Umwelten im künstlerischen und kunsttherapeutischen Kontext entstehen. Neben der Materialebene spielen sowohl der außergewöhnliche Kontext als auch die Prozesse der Symbolisierung eine beachtenswerte Rolle.

Workshop D
Wie Kinder trauern
Andrea Fritz
Basierend auf dem Trauermodel von W. J. Worden möchte ich anhand der Darstellung einer Kindertrauergruppe die klinischen kunst- und gestaltungstherapeutischen Interventionen vorstellen.

Workshop E
Wie Eisköniginnen und Wonder Woman sich wandeln
Prof. Thomas Staroszynski
Viele Patient:innen greifen in ihren Gestaltungen auf Medienfiguren zurück um zu zeigen, wer sie sind und um ihre eigene Geschichte zu erzählen. Ein vertiefter Blick auf die zitierten Held:innen und ihre jeweiligen Verwandlungen ermöglicht zu erkennen, welch vielfältige Erzähl- und Handlungsräume sich in der Therapie durch den Einbezug dieser Figuren eröffnen können.

Workshop F
DO YOU SPEAK PHOTO
Nathalie Danja Streit
Dieser Impuls-Workshop befasst sich mit der Sprache der Fotografie. Anhand der Geschichte der Phototherapy, Theorie und Praxis werden Einsatz- und Erfahrungsräume mit dem Medium erläutert. Sie erfahren wie ein Foto als emotionaler Anker, Wegweiser, Dolmetscher und Initiant für intermediale Prozesse genutzt werden kann. Lassen Sie sich für Ihre kunsttherapeutische Praxis inspirieren und mit neuzeitlichen Impulsen bereichern.

Workshop G
N. N.

 

15:45 Uhr
Kaffeepause 

17:15 Uhr
Junges Forum
Absolvent:innen des Studiengangs BA Gestaltungstherapie / Klinische Kunsttherapie stellen ihre Abschlussarbeiten vor. 

18:00 Uhr
Kooperation DAGTP und KHSB
20 Jahre Kooperation, 10 Jahre Studiengang

19:30 Uhr
Anschließend Come together

 

SAMSTAG, 21.9.2019

9:30 – 10:30 Uhr
Antworten nach Auschwitz
Prof. Thomas Staroszynski
Erfahrungen aus polnisch-deutschen Seminaren für blinde und sehbehinderte Jugendliche in der internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz

10:30 Uhr
Kaffeepause

11:00 – 12:30 Uhr
Workshops  A - G
Block II

12:30 Uhr
Mittagspause (Essen an der Hochschule möglich)

13.30 - 14.30 Uhr
Transgenerationale Weitergabe politischer Traumatisierung in der DDR
Dr. Karl-Heinz Bomberg
Welche Folgen hat die politische Haft für die Kinder der Betroffenen?

14:30 Uhr
Kaffeepause

15:00 – 16:00 Uhr
FOTO-GEN-DIALOG
Nathalie Danja Streit
Dieser Vortrag zeigt inspirierende Einblicke in ihr Generationenprojekt „Foto-Gen-Dialog" und fotodialogische Angebote für Menschen mit Demenz.

16:00 Uhr
Verabschiedung

16:45 – 18:45 Uhr 
Mitgliederversammlung des DAGTP e.V.

Das Symposium wird umrahmt mit einer Ausstellung von Bildern der Absolvent:innen aus dem Jahr 2020.

 

DIE DOZENT:INNEN

Luellin Bienert
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, graduierte Kunst- und Gestaltungstherapeutin, Sandspieltherapeutin (DGST), Weiterbildung in Integrativer Körperpsychotherapie, langjährige Tätigkeit in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie, heute in freier Praxis

Dr. Karl-Heinz Bomberg
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker, Liedermacher

Anette Haas
M. A. Kunsttherapie, Kinder- und Jugendlichepsychotherapeutin (i. A.), Systemische Therapeutin und Beraterin (i. A.) Tätig in der KJP, Supervisorin HKT Nürtingen

Prof. Torsten Hoke
Professor für Kunsttherapie an der HfWU Nürtingen, Dozent an der HfBK Dresden und IPK Hannover, Umweltpsychologe, Kunsttherapeut

Dr. rer. soc. Begga Hölz-Lindau
Dipl. Kunsttherapeutin, Zertifizierte Tonfeldbegleiterin, bis Feb. 2021 Gastprofessorin für Kunsttherapie HfWU Nürtingen, seit 2006 Kunsttherapeutin an der Kinder- und Jugendpsychiatrie Tübingen/Stuttgart, diverse Publikationen

Andrea Fritz
B. A. Gestaltungstherapeutin / Klinische Kunsttherapeutin, Ergotherapeutin, Lehrtherapeutin DAGTP, Koordinatorin Hospiz-und Palliativdienst Potsdam, Kunsttherapeutin im ambulanten und stationären Setting sowie in eigener Praxis

Prof. Dr. phil. Günter Reich
Diplompsychologe, Psychoanalytiker, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Paar- und Familientherapeut, langjähriger Leiter der Ambulanzen für Familientherapie, für Essstörungen, für Studierende und für Mitarbeiter:innen der Universität, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen, in privater Praxis, Forschung, Lehre, Fort- und Weiterbildung tätig, zahlreiche Publikationen zur Familien- und Paartherapie, zur psychodynamischen Psychotherapie von Essstörungen

Prof. Thomas Staroszynski
Künstlerische Projekte in Kooperation mit sozialen pädagogischen und therapeutischen Institutionen, Kunstassistenz in einer Arbeits- und Wohneinrichtung für Menschen mit Wahrnehmungsstörungen, Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen

Nathalie Danja Streit
Intermediale Kunsttherapeutin, Art psychotherapist PGD, Fachdozentin im Bereich Fototherapie und Neue Medien im intermedialen Ansatz. In ihrer vielseitigen Praxis, insbesondere mit Menschen mit Demenz, hat sie ein intergeneratives Projekt und fotodialogisches Begegnungskonzept entwickelt ?

 

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